Bevor Sie mit dem intermittierenden Fasten beginnen, sollten Sie mit einem Arzt und/oder einem Ernährungsexperten sprechen, ob diese Form des Fastens das richtige für Sie ist.
Das intermittierende Fasten beschreibt nicht das typische Fasten. Das intermittierende Fasten bezeichnet einen bestimmten Essrhythmus. Nahrung wird zu bestimmten Zeiten und vor allem nur in bestimmten Zeitabständen konsumiert. Dabei wird zwischen Zeiten der normalen Nahrungsaufnahme und der Abstinenz gewechselt. Das Risiko für altersbedingte Krankheiten nimmt ab, Kilos purzeln leichter leichter und die Lebenszeit verlängert sich – so zumindest die Wissenschaft.

Wie geht intermittierendes Fasten?

Die Durchführung des intermittierenden Fastens ist denkbar einfach. Auf Phasen der normalen Nahrungsaufnahme folgen Zeitabschnitte, in denen man nichts isst. Es gibt zwei Basis-Varianten des intermittierenden Fastens, die wiederum zahlreiche Variationen ermöglichen.

12/12 Methode

Diese Methode wird gerne von Fasten-Anfänger durchgeführt. Dabei fasten Sie 12 Stunden lang und Essen innerhalb von 12 Stunden. Wenn Sie also Ihre letzte Mahlzeit um 19.00 Uhr zu sich nehmen und um 7.00 Uhr am nächsten Tag frühstücken, dann herzlichen Glückwunsch! Sie fasten bereits.

16/8 Methode

Wer nicht gerne frühstückt, wird mit dieser Fasten-Methode beginnen.  16 Stunden lang Fasten und 8 Stunden lang essen. Zwei Mahlzeiten haben in dieser Sequenz Platz.

20/4 Methode

Bei dieser Methode wird es schon sehr intensiv. 20 Stunden Fasten und nur 4 Stunden Essen. Nur eine Mahlzeit hat hier Platz. Diese Methode wird auch als „Ramadan“-Methode bezeichnet, wobei gläubige Muslime jedoch nur nach Sonnenuntergang essen.

5:2 Fasten

Auch eine Form des intermittierenden Fastens ist, wenn Sie an zwei Tagen in der Woche höchstens 500 kcal zu sich nehmen und an den restlichen fünf Tagen, essen was Sie wollen. Der Stoffwechsel bleibt so auf einem hohen Niveau und Sie verbrennen trotzdem gut Kalorien.

Was bringt das intermittierende Fasten?

Zu allererst, essen Sie viel weniger. Das liegt vor allem daran, dass Sie sich wieder mit dem Essen beschäftigen. Studien zeigen, dass nach einer Phase des intermittierenden Fastens auch schnell wieder das Gewicht vor der Fastensequenz erreicht wird.

Angeblich werden Gehirnzellen durch das Fasten aktiviert – wir schärfen also unseren Verstand. Kann ja auch mal ganz gut sein, oder? Sogar die Degenerations-Prozesse von Alzheimer sollen sich verlangsamen.

Die Blutzuckerwerte sollen besser werden.

Das Herz wird stärker und Fasten unterstützt den Kampf gegen Krebszellen. Verschiedene Studien zeigen, dass bei einem intermittierenden Fasten von 16 Wochen, das Wachstum von Krebszellen langsamer wird, bzw. sich komplett einstellt. Außerdem haben Versuche an Ratten, die mit Krebszellen infiziert wurden gezeigt, dass diejenigen, die gefastet hatten, im Durchschnitt 10 Tage länger gelebt haben.

Was spricht gegen intermittierendes Fasten?

  • es kann zu Unfruchtbarkeit führen
  • bei Sportlern kann es zu Muskelabbau führen
  • dies ist keine Methode, die über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden kann
  • Ess-Störung können auftreten
  • es gibt keine langfristigen Studien zur Wirkweise

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das intermittierende Fasten sicher keine Wunderdiät ist, die ohne zusätzliche Maßnahmen die Kilos purzeln lässt, sondern eher als zusätzliche Maßnahme zu werten ist, wenn man kurzfristig Kilos verlieren möchte und sich dabei mit dem, was gegessen wird, aktiv auseinandersetzt.